<?xml version="1.0" encoding="utf-8" standalone="yes"?><rss version="2.0" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><channel><title>Filmessays on juliangrtz.me</title><link>https://juliangrtz.me/categories/filmessays/</link><description>Recent content in Filmessays on juliangrtz.me</description><generator>Hugo -- gohugo.io</generator><language>en-us</language><managingEditor>contact@juliangrtz.me (juliangrtz)</managingEditor><webMaster>contact@juliangrtz.me (juliangrtz)</webMaster><lastBuildDate>Wed, 04 Nov 2026 00:00:00 +0000</lastBuildDate><atom:link href="https://juliangrtz.me/categories/filmessays/index.xml" rel="self" type="application/rss+xml"/><item><title>[German] Lost Highway: Die Tragödie eines Mannes, der sich selbst nicht erträgt</title><link>https://juliangrtz.me/2026/11/04/lost_highway/</link><pubDate>Wed, 04 Nov 2026 00:00:00 +0000</pubDate><author>contact@juliangrtz.me (juliangrtz)</author><guid>https://juliangrtz.me/2026/11/04/lost_highway/</guid><description>&lt;blockquote>
&lt;p>&lt;strong>Spoilerwarnung:&lt;/strong> Dieser Essay bespricht die gesamte Handlung von David Lynchs &lt;em>Lost Highway&lt;/em> (1997), einschließlich des Endes.&lt;/p>
&lt;/blockquote>
&lt;p>&lt;em>Manchmal führt eine Straße nicht von A nach B. Manchmal führt sie immer und immer wieder zu einem selbst zurück.&lt;/em>&lt;/p>
&lt;p>Ich habe David Lynchs &lt;em>Lost Highway&lt;/em> (1997) zweimal gesehen und es wird nicht bei zweimal bleiben. Beim ersten Mal war ich vor allem irritiert: von den klaustrophobischen Räumen, den Videokassetten vor der Haustür, einem unheimlichen Mann, der gleichzeitig an zwei Orten zu sein scheint, und einem Gefangenen, der plötzlich zu jemand anderem wird. Beim zweiten Mal interessierte mich die Frage nach der Chronologie und Nichtlinearität schon weniger. Ich glaubte, den Kern der Geschichte verstanden zu haben. Was mich nun beschäftigte, war etwas anderes: &lt;strong>Warum braucht Fred diese andere Wirklichkeit als Pete überhaupt?&lt;/strong>&lt;/p>
&lt;p>In den Tagen danach beschäftigte mich der Film weiter. Ich las Analysen, diskutierte die Symbolik, dachte über Jung, Freud, den Film noir und über gesellschaftliche Vorstellungen von Männlichkeit nach. Irgendwann stellte ich fest, dass ich aus einem bizarren, stellenweise hässlichen und brutal verstörenden Film eine überraschend schöne Erkenntnis gewonnen hatte, weil er, so lese ich ihn, den Preis eines Lebens zeigt, das nur unter einer Bedingung erträglich erscheint: &lt;em>Ich muss begehrt werden, um etwas wert zu sein.&lt;/em> Im Kern geht es hier also meines Erachtens um fragile Männlichkeit.&lt;/p></description></item></channel></rss>